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Phelsuma Quadriocellata
Phelsuma quadriocellata quadriocellata ist momentan mein Favorit unter den Taggeckos der Gattung Phelsuma.
Phelsuma quadriocellata beinhaltet mehrere Unterarten, wie z.B.:
- Phelsuma quadriocellata quadriocellata
- Phelsuma quadriocellata parva
- Phelsuma quadriocellata lepida
- Phelsuma quadriocellata bimaculata
Ich halte in meinen Terrarien zurzeit zwei Phelsuma quadriocellata quadriocellata.
Ein Weibchen, sowie ein Männchen.
Am 12.09.2009 konnte ich mein Weibchen mit dem in Hamm erworbenes Männchen Vergesellschaften.
(Zuchterfahrungen werden also in absehbarer Zeit folgen)
Die Vergesellschaftung verlief erfreulicherweise sehr Positiv ab, es gab keine Streiterei zwischen dem Männchen und dem Weibchen.
Ich hoffe das dies auch so bleibt.
Ich bin Tag für Tag aufs Neue begeistert von diesen Tieren.
Phelsuma quadriocellata quadriocellata ist mit einer Gesammtlänge von etwa 11-12cm eine kräftig wirkende kleine Phelsume.
Die Haut des Geckos ist, so wie bei allen Geckos, geschuppt und sehr empfindlich.
Bei Phelsuma quadriocellata quadriocellata ist sie, je nach Körperstelle, glatt bis stumpf gekielt. Das immer wieder gern gewollte Anfassen ist auf Grund der Empfindlichkeit dringend abzuraten.
Der Artenname dieser Phelsume “Quadriocellata” lässt sich aus dem lateinischen wie folgt übersetzen: Quattuor = Vier und Ocellatus= Der Augenfleck.
Aus diesem Grund wird der Gecko auch als Augenfleck- oder Pfauenaugen-Taggecko bezeichnet.
Die Grundfärbung dieser Phelsume ist ein helles Grün, welches sie bei Stimmungswechsel ins Dunkelgrün verändern können.
Auf dem Rücken befindet sich eine rote Zeichnung, die bei vielen Tieren sehr hübsch anzusehen ist. Kommen wir nun zu dem Teil, der dieser Phelsume den Namen gegeben hat, den Augenflecken. Der Phelsuma quadriocellata quadriocellata hat zwei charakteristische Augenfleckpaare. Eines hat den Platz vor dem hinteren Bein in der Schenkelbeuge, der sogenannte Preafemoralfleck, und ein weiteres Paar befindet sich hinter den Vorderbeinen, der sogenannte Posthumeralfleck.Die schwarzen Posthumeralflecken, sind hellblau umrandet und in seltenen Fällen rot eingefasst.
Übersetzung der Namen der Flecke:
Posthumeralfleck, post= nach/ humeral=oberarm
Preafemoralfleck, prea= vor/ femoral= Oberschenkel
Des Öfteren weisen Phelsuma quadriocellata quadriocellata einige blaue Pünktchen im Bereich des Kopfes auf, was auf das Merkmal eines Männchens hindeuten könnte.
Auf dem Speiseplan des Geckos stehen in erster Linie kleine Insekten wie Drosophilidae (Fruchtfliegen), Terflys (flugunfähige Stubenfliegen) und auch weiße Asseln. Ich greife auch gerne auf die im Angelgeschäft zu erwerbenden “Pinkymaden” zurück.
Diese sind im Verhältnis zu flugunfähigen Stubenfliegen, kostengünstiger und man kann sie je nach Bedarf in kleine Dosen aufteilen.
Da sich die Maden bei niedrigen Temperaturen nur sehr langsam Entwickeln können, kann ich sie längere Zeit im Kühlschrank lagern und portionsweise bei Zimmertemperatur verpuppen bzw. schlüpfen lassen.
Zudem haben diese Fliegen einen erhöhten “Funfaktor”, denn sie sind flugfähig und die Geckos können ihren Jagttrieb voll ausreizen.
Die aus der Pinkymade entstehende Goldfliege wird von meinen ausgewachsenen Quadriocellata ausgesprochen gern genommen.
Des Weiteren sind Raupen, kleine Hausspinnen und Heimchen hoch im Kurs.
Achten sollte man auf die ausreichende Vitaminvergabe. Ich gebe dazu meinen Geckos Fruchtbrei aus Banane oder Pfirsich mit Honig und mische darunter etwas Vitaminpräparat und zerriebene Sepiaschale.
Vergesellschaftung in Gruppen und oder anderer Lebewesen:
Phelsuma quadriocellata quadriocellata haben ein außerordentlich ausgeprägtes Revierverhalten, sodass eine Vergesellschaftung (wie beispielsweise bei Phelsuma Klemmeri) in Gruppen nicht empfehlenswert ist.
Wobei eine Vergesellschaftung mit anderen Tierarten wie z.B. Mantella oder Dendrobatidae weniger ein Problem darstellen kann.
Das Thema Vergesellschaftung ist aber bei vielen Phelsumen wie auch Froschzüchtern ein rotes Tuch, was möglicherweise auf eigene Erfahrungen zurückzuführen ist. Daher ist zu sagen, dass eine Vergesellschaftung klappen kann aber keineswegs muss.
Ich halte meine 1.1. Phelsuma quadriocellata quadriocellata im Glasterrarium mit zwei 1.1. Dendrobates tinctorius azureus und kann nichts Negatives von dieser Vergesellschaftung berichten.
Meine Frösche nutzen das gesamte Terrarium voll aus und stören sich an den Phelsumen keineswegs. Genauso ist es umgekehrt.
Mir scheint , sie nehmen keine Notiz voneinander.
Ich möchte aber dringend darauf hinweisen, dass dies nicht immer so sein muss und täglicher Kontrolle bedarf.
Der Einzug meines Quadriocellata-Männchens:
Am 12.09.2009 habe ich auf der Terrarienbörse in Hamm ein 1.0. Phelsuma quadriocellata quadriocellata von einem holländischen Phelsumenzüchter erworben.
Das Tier ist von der Färbung etwas knalliger als das Weibchen und ein kleines Stück größer, zu dem hat er eine sehr schöne blaue Umrandung um den Posthumeralfleck und vereinzelt kleine blaue Punkte auf dem Kopf.
Einen hübschen blauen Schimmer am Schwanz ist zeitweise auch zu erkennen.
Es ist wirklich ein Prachtexemplar!
(Bild)
Das ist er, 1.0. Phelsuma quadriocellata quadriocellata
Die Vergesellschaftung habe ich am frühen Abend durchgeführt.
Ich nehme an, dass das Umstellen von der Terrarieneinrichtung sowie neue Gegenstände , die ich im Terrarium befestigt habe,sich positiv auf das Verhalten des Weibchens ausgewirkt haben. Als ich also mit dem ganzen Umräumen usw. fertig war habe ich das Männchen behutsam aus der Heimchenbox in das Terrarium entlassen.
Er ist dann sehr vorsichtig aus der Heimchenbox geschlichen und ebenso vorsichtig erkundete er das Terrarium. Erst den oberen Teil und dann immer weiter den unteren.
Das Weibchen , welches sich dann beim Umräumen verzogen hatte, beobachtete das Männchen bei jedem Schritt von ihrem Versteck aus.
Als die Geckodame allmählich aus ihren Versteck kam, bewegte sie sich ungewohnt vorsichtig, als würde sie ahnen das jetzt etwas unerwartetes passieren würde. Etwa eine halbe Minute später begegneten sich die beiden und saßen gemeinsam auf einer Bambusröhre. Das Männchen reagierte sofort und begann mit dem Balzverhalten.
Das zeigte er deutlich am Kopfschütteln an.
Das Weibchen erwiderte dieses , in dem sie auf ihn zu raste und über seinen Rücken hinweg kletterte, als wolle sie ihn etwas aus der Reserve locken.
Vorerst trennten sich die Wege der beiden Geckos, ein jeder sprang auf einen anderen Bambus. Die zweite Begegnung war da schon etwas spektakulärer.
Das Weibchen raste wieder auf das Männchen zu als dieser mit dem Kopfschütteln begann. Beide steuerten aufeinander zu und er versuchte auf sie zu klettern. Doch dann drehte sie ihm den Rücken zu und begann heftig mit dem Schwanz zu wedeln. Er reagierte sehr positiv auf dieses Verhalten und entfernte sich wieder ein Stück vom Weibchen.
Es war wirklich eine spannende Begegnung , die ich miterleben durfte.
Ich habe mit Beißerei oder längerer Abwesenheit des Weibchens gerechnet aber damit, dass sie sich so friedlich verhalten , habe ich nicht gedacht.
Das freut mich natürlich umso mehr.
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